Sulfatsaure Böden: Mit Bodenanalytik Korrosion an Bauwerken vorbeugen

Bei Bauvorhaben auf sulfatsauren Böden unterstützt WESSLING vorab mit Bodenanalytik bei der Risikobewertung. So können Sie rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um Korrosion an Bauteilen zu verhindern und dadurch Verzögerungen im Bauablauf zu vermeiden.

Moorboden

Sulfatsaure Böden finden sich unter anderem in Küstennähe im Bereich der Marschen, Moore und Watten. Durch die dort konstant hohen Grundwasserstände wurden in den Böden reduzierte anorganische Schwefelverbindungen konserviert – zum Beispiel Eisensulfide wie Pyrit oder Markasit. Diese können Bauteile wie zum Beispiel Betonpfeiler angreifen und dadurch zu Instabilität des Gebäudes führen. Deshalb ist es bereits in der Vorbereitung eines Bauvorhabens so wichtig, um die Risiken zu wissen. WESSLING liefert mit umfassender Bodenanalytik die Handlungsgrundlage, um die Böden im nötigen Umfang auszukoffern, vorzubereiten und gegebenenfalls den Einsatz der Baumaterialien anzupassen. Unsere Experten unterstützen mit Untersuchungen nach BBodSchV bei der weiteren Entsorgung bzw. der Verwertung des Bodens. 

WESSLING zählt zu den wenigen Laboren, die das Versauerungspotenzial durch reduzierte anorganische Schwefelverbindungen im Boden gemäß der Handlungsempfehlung Geofakten 25 bestimmen können.

Müssen umfassende Aushübe von sulfatsauren Böden vorgenommen werden, birgt das außerdem erhebliche Risiken für die Umwelt. In unberührtem Zustand geht von PASS-Böden (potential acid sulfate soils, potenziell sulfatsaure Böden) zwar keine Gefahr aus. Bei einem Bodenaushub setzt durch die Belüftung jedoch die Säure- und Sulfatbildung ein – die Oxidation und Versauerung verlaufen dabei meist sehr schnell. Wird der Boden dann nicht ausreichend gesichert bzw. fachgerecht entsorgt, kann dies sowohl das Pflanzenwachstum in der Umgebung hemmen als auch das Grundwasser kontaminieren.

Gefährdungspotenzial von sulfatsauren Böden*: 

  • Extreme Versauerung (pH <4,0), die Pflanzenschäden verursacht bzw. Pflanzenwachstum verhindert 
  • Erhöhte Aluminium- und Schwermetallverfügbarkeit bzw. -löslichkeit und erhöhte Metallkonzentrationen im Sickerwasser (Überschreiten von Prüf-, Maßnahme- oder Vorsorgewerten nach BBodSchV möglich) 
  • Auswirkungen auf die aquatische Fauna und das Pflanzenwachstum; Verockerung von Dränrohren und Gräben durch Eisenaustrag
  • Deutlich erhöhte Sulfatkonzentrationen im Boden- bzw. im Sickerwasser (Überschreitung von Grenz-/Schwellenwerten möglich: der Schwellenwert für Grundwasser nach GrwV beträgt 250 mg/l)
  • Hohe Korrosionsgefahr für Beton- und Stahlkonstruktionen

*Geofakten 25

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