Reifenabrieb in der Umwelt: Forschungsgruppe zieht Zwischenbilanz

Wie lässt sich Reifenabrieb messen? Wie hoch ist er und wie gelangt er in die Umwelt? Das erforschen die Mikroplastik-Experten von WESSLING gemeinsam mit weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft in dem Projekt „Reifenabrieb in der Umwelt“, das im Sommer 2017 gestartet ist. Das Projekt endet im Juli 2020 – Zeit also für eine Zwischenbilanz.

Project meeting of the research projekt "Tyre abrasion in the environment": (from left) Markus Knefel (GKD – Gebr. Kufferath AG), Paul Kober (Technische Universität Berlin), Dr. Jens Reiber (WESSLING GmbH), Konrad Weigmann (Volkswagen AG), Daniel Venghaus (Technische Universität Berlin), Siema Lange (WESSLING GmbH), Dr. Frank Schmerwitz (Continental Reifen Deutschland GmbH), Prof. Dr. Matthias Barjenbruch (Technische Universität Berlin), Björn Weiß (Berliner Stadtreinigung), Dr. Roman Pohrt (Technische Universität Berlin), Franklin Lindow und Dr. Harald Sommer (Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH), Dominik Herper (GKD – Gebr. Kufferath AG), Christian Laberer (ADAC e.V.)

Während eines gemeinsames Projekttreffen an der WESSLING Unternehmenszentrale in Altenberge wurden die bisherigen Ergebnisse präsentiert und die weiteren Schritte bis zum Projektabschluss im Sommer festgelegt. Während der intensiven Zusammenarbeit ist ein wahres Fund an Wissen zusammen gekommen, das wurde hier ganz deutlich: So wurden unter anderem Probenahmeverfahren für den Straßenkehricht und für den Straßenablauf mit ereignisgesteuertem Probenahmekorb entwickelt und an potenziellen Senken erprobt. Die Mikroplastik-Experten von WESSLING haben Luftmessungen durchgeführt und Untersuchungskonzepte zur Bestimmung des Reifenabriebs in Umweltproben entwickelt und etabliert. Dadurch konnten in großer Näherung Massen des Reifenabriebs bestimmt werden. Das könnte künftig die Identifizierung von sogenannten „HotSpots“, also Stellen, an denen sich besonders viel Reifenabrieb ansammelt, ermöglichen.

All diese Daten und Erkenntnisse liefern nun die Grundlage für Handlungsempfehlungen sowie einen Maßnahmenkatalog, die aktuell erarbeitet und zum Projektabschluss im Sommer 2020 präsentiert werden. Anhand einer Bewertungsmatrix können dann zum Beispiel Straßenreinigungsbetriebe oder Planer geeignete Maßnahmen ableiten, um den Eintrag von Reifenabrieb in die Umwelt zu reduzieren. 

Das Projekt ist Teil der Forschungsmaßnahme „Plastik in der Umwelt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und auf drei Jahre angelegt.

Weitere Informationen zum Projekt „Reifenabrieb in der Umwelt“ (RAU) gibt es hier.

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Jens Reiber

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