Forum Budapest

Bekannte ungarische Referenten eröffnen Budapest-Forum

 
 
  
Empfang im Duna-Palast

Budapest, 5. September
In feierlicher Atmosphäre empfing WESSLING Hungary im Duna-Stadtpalast in der Budapester Altstadt über 120 Kunden und Gäste zum WESSLING-Forum. Es war neben den überaus erfolgreich verlaufenen Foren in Berlin, Heidelberg und Münster die vierte Veranstaltung zu „Fragen der Zeit und der Zukunft“, zu der WESSLING in diesem Jahr anlässlich des 25. Unternehmensjubiläums einlud. Firmeninhaber Dr. Erwin Weßling warf in seiner Eröffnungsrede einen Blick zurück auf die Gründung der ungarischen Niederlassung im Jahre 1992 durch Dr. László Zanathy. Er betonte, dass auf der Grundlage von Mut, Hoffnung und Unternehmensfreude die Vision für ein erfolgreiches „Lernunternehmen in Vielfalt“ Wirklichkeit geworden sei. Für seine 120 Mitarbeiter biete WESSLING Hungary – wie auch die vor 5 Jahren gegründete Tochtergesellschaft in Rumänien – heute viele Entwicklungsmöglichkeiten. „Für mich persönlich war mein Engagement in Ungarn stets eine Bereicherung, auch über das rein Wirtschaftliche hinaus“, so Dr. Weßling.

 
 
  
Schriftsteller Péter Müller

Der Geschäftsführer Dr. László Zanathy führte anschließend den ungarischen Schriftsteller, Dramatiker und Psychoanalytiker Péter Müller ein. Mit seiner Festrede nahm Müller ein Thema des Essayisten Béla Hamvas aus den 1930er Jahren auf: „Die Krise des Menschen im Verhältnis zur Natur“. Müller zufolge befindet sich der Mensch zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einer unhaltbaren Lage. Das sei zwar allgemein bekannt, die entsprechende Diagnose werde aber meist als bloßer Kulturpessimismus abgetan. „Wie kann man die Welt bzw. den Menschen selbst vor dem Menschen retten?“, fragte Müller. Er gab sich jedoch zugleich hoffnungsvoll. Der Mensch könne die Natur zwar einerseits zerstören, sie aber andererseits auch kultivieren und verschönern. Eine umfassende „Katharsis“ sei nötig und unausweichlich. Nur der „neue Mensch“ könne die Krise der Menschlichkeit überwinden. In der abschließenden Diskussion gab Müller auch zu verstehen, dass er nicht an Konzepte „nachhaltiger Entwicklung“ glaube. Das Leben sei vielmehr ein Zyklus.

 
 
  
ungarischer CEO Dr. László Zanathy

Der nächste Vortragende, Dr. Árpád Juhász, Geologe und bekannter Fernsehjournalist, beschrieb gegenwärtige Fragen und Probleme der Energieversorgung. Er zeigte Ausschnitte aus Dokumentarfilmen, die er während seiner zahlreichen Reisen an die Brennpunkte der Erdöl- und Kernenergiegewinnung gemacht hat. Er diskutierte fossile Energien, deren Vorräte nach heutigen Schätzungen noch für die kommenden 50 Jahre ausreichen werden. Trotz des berechneten Verbrauchs zeigte er sich optimistisch. Seiner Ansicht nach haben wir noch höheres Potenzial für neue, bisher ungenutzte Energiequellen.
Prof. Dr. László Dinya, Vizerektor der Károly Róbert Universität Gyöngyös berichtet zum Thema erneuerbare Energien. Energie, so betonte Prof. Dinya, sei auf absehbare Zeit die dringendste globale Herausforderung. Zugleich hänge sie aber mit einer Reihe anderer wichtiger Zukunftsfragen zusammen, wie z.B. der Wasserversorgung, dem Umweltschutz und der Stabilität von demokratischen Systemen. Viele Illusionen und Irrtümer behinderten jedoch die Suche nach Antworten auf die Energiefrage: beispielsweise würden die klassischen Energiequellen auf absehbare Zeit keineswegs vollständig überflüssig.
In der anschließenden Talkrunde hatten Kunden und Mitarbeiter Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu stellen. Der Abend klang mit einer Mitarbeiterfeier zum 25. Firmenbestehen aus.

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