Fest-Forum Münster

Knappheit als Chance: Klaus Töpfer hält Festrede für WESSLING

 
 
  
Prof. Dr. Klaus Töpfer mit Dr. Weßling

Münster/ Altenberge. Zum 25. Firmenjubiläum hat das Familienunternehmen WESSLING Kunden, Mitarbeiter und Freunde am Freitag in die Osmo-Hallen am Münsteraner Stadthafen eingeladen, wo die Gäste
in weißen Lounge-Möbeln den Charme alter Industriearchitektur am Dortmund-Ems-Kanal erlebten.
Im Rahmen des „WESSLING-Forums“ diskutierte Firmeninhaber Dr. Erwin Weßling mit 400 Gästen aktuelle Fragen rund um Innovation, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Höhepunkt der Veranstaltung war die Festrede des ehemaligen Direktors des UN-Umweltprogramms und Ex-Umweltminister, Prof. Dr. Klaus Töpfer. Wie Dr. Erwin Weßling in seiner Eröffnungsansprache betonte, prägen seit seiner Gründung Prinzipien wie Lernfähigkeit, Innovationsfreude und Nachhaltigkeit das Unternehmen, das sich auf Dienstleistungen rund um Umwelt, Qualität, Sicherheit und Gesundheit spezialisiert hat und zu den Marktführern in Laboranalytik und Ingenieurtechnik sowie Beratung zählt. Der erfolgreiche Wachstumskurs der letzten Jahre gründe aber vor allem auf der Idee, dass jeder einzelne Mitarbeiter Verantwortung trage: „Jeder Einzelne ist bei uns wichtig“.

 
 
  
Osmo-Hallen, Münster

Weßling fördert mit dem mit 10 000 Euro dotierten unternehmensinternen „Innovationspreis“ neue Ideen. Die Internationalität des Unternehmens an neun europäischen Standorten zeigt sich auch in dem intensiven interkulturellen Austausch von 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der „WESSLING-Stipendienfonds“ fördert gezielt junge Studenten aus Entwicklungsländern.

 
 
  
Talkrunde

In seinem anschließenden Festvortrag nahm Prof. Dr. Klaus Töpfer das Leitthema der umweltbezogenen Innovation auf. Töpfer, der in Münster promoviert hat, rief dazu auf, in der Knappheit von Ressourcen keine Bedrohung, sondern eine Chance zu sehen. Erst die Knappheit schaffe Anreize, innovative Technologien zu entwickeln, um Umweltressourcen zu schonen: „Not macht erfinderisch“. Das gelte sowohl auf unternehmerischer als auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Die Politik könne diesen Mechanismus nutzen, etwa indem sie vormals frei verfügbare Güter wie Luft und Wasser künstlich verknappe. Aber auch die Instrumente der Kreislaufwirtschaft offenbarten heute, in Zeiten dramatisch gestiegener Rohstoffpreise, ihre ökonomische Sinnhaftigkeit. Insgesamt, so resümierte Töpfer, habe die Umweltpolitik im vergangenen Vierteljahrhundert „mehr neue Arbeitsplätze geschaffen als alle Wirtschaftsminister zusammen“. Insbesondere bei den wissens- und dienstleistungsbezogenen „soft technologies“ sehe er noch ein großes Exportpotential der deutschen Wirtschaft. Es gelte jedoch weiterhin auch im Inland das Bewusstsein dafür zu schaffen, die alten Gewohnheiten der „Wegwerfgesellschaft“ zu überwinden, so Töpfer abschließend.

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