Labor-Schnupperstunden für den Chemie-Nachwuchs

Wie sieht eigentlich die Arbeit in einem Labor aus? Sechs Schülerinnen und Schüler wollten es genau wissen und nutzten jetzt die Tage zur Berufsfelderkundung für Schnupperstunden in den Laboren von WESSLING an der Unternehmenszentrale in Altenberge. Hier hatten sie nicht nur die Gelegenheit, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei einer Laborführung über die Schulter zu schauen, sondern konnten gleich auch praktisch ihr Können zeigen, ausgestattet mit Schutzbrille, Laborkittel und Schutzhandschuhen. An der Aktion teilgenommen haben Realschulen und Gymnasien aus Burgsteinfurt, Borghorst, Münster und Nordwalde.

Simone Sommer (links), Ausbilderin bei WESSLING, erklärt Joelle Celine Hansmann, Hendrik Schult und Marina Asselmann (v.l.) die Extraktion von Fett aus Erdnüssen.

Als Chemielaboranten auf Probe durften die Schülerinnen und Schüler am Beispiel von gesalzenen Erdnüssen und Nüssen mit Schalen üben, was Probenvorbereitung bedeutet, wie Füllmengen bestimmt oder sensorische Prüfungen durchgeführt werden. Mit einem Mörser zerkleinerten die Praktikanten dafür zunächst die Nüsse, deren Fett- und Wassergehalt sie anschließend bestimmen durften. Dafür lernten sie spezifische Extraktions- und Messverfahren kennen. Dass Lebensmittel auch Natrium und Chlor enthalten, sorgte bei den Schülern für einen Aha-Effekt: Mit einer Flammenfärbung und Teststäbchen konnten sie beide Stoffe in den Nüssen nachweisen.

Schließlich waren auch noch sensorische Fähigkeiten gefragt – gar nicht so einfach! Zum Glück gibt es Farbreihen und Riechstifte, mit denen man üben kann. Dennoch fiel der Riech- und Sehtest bei den gesalzenen und gehackten Erdnüssen nicht leicht. Mehr Verlass war auf den Geschmackssinn, mit dem die salzigen Erdnüsse schnell identifiziert wurden.

Im Anschluss an die Arbeit im Labor lernten die sechs Schüler die verschiedenen Arbeitsplätze der Chemielaboranten und Milchwirtschaftlichen Laboranten bei WESSLING kennen. Ein spannendes Erlebnis, da sie bisher mit ein bis zwei Jahren Chemieunterricht in der Schule nur über ein chemisches Basiswissen verfügen. „Nach dem Schulabschluss stehen den Schülerinnen und Schüler unzählige Türen offen. Es ist daher enorm wichtig, rechtzeitig über die Perspektiven zu informieren“, sagt Iris Eißing, die bei WESSLING bereits seit vielen Jahren die Chemielaboranten ausbildet. WESSLING bietet in verschiedenen Rahmen einen Blick in den Berufsalltag an, unter anderem auch durch Betriebspraktika. „Davon profitieren nicht nur die Schüler selbst, sondern natürlich auch wir als Ausbildungsbetrieb“, ist Iris Eißing überzeugt. Für die Schülerinnen und Schüler, die jetzt an der Berufsfelderkundung teilgenommen haben, stehen im nächsten Schuljahr die Betriebspraktika auf dem Plan. „Wir sind gespannt, ob wir neugierig machen konnten und dann den oder anderen wiedersehen werden“, so Eißing.

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