Daunen und Federn: Beratung, Analytik und Zertifizierung

Als hochwertiges Füllmaterial in Bettwaren und Kleidung sind Daunen und Federn äußerst beliebt. Sie liefern eine hohe Wärmehaltung bei geringem Gewicht. WESSLING überprüft für Hersteller und Produzenten die Qualität der Produkte von der Wareneingangskontrolle über die Analytik bis zur Zertifizierung.

Federn, deren Qualität WESSLING in seinen unabhängigen Laboratorien überprüft.

Daunen und Federn bestechen durch ihre einzigartige isolierende Eigenschaft. Aus diesem Grund sind sie für verschiedenste Verbraucherprodukte wie Bettwaren oder Funktionskleidung sehr begehrt. Die gewünschten Eigenschaften hängen im Wesentlichen von dem Anteil der verwendeten Daunen und Federn sowie ihrer Füllkraft ab. Bei der Produktions- und Wareneingangskontrolle der Daunen- und Federnindustrie sind daher verlässliche Qualitätsprüfungen gefragt. Denn jeder Hersteller ist dazu verpflichtet, die Daunenqualität prüfen zu lassen und sie daraufhin zu klassifizieren.

Wir prüfen, analysieren und zertifizieren Daunen und Federn nach DIN EN und IDFB

Produktsicherheit steht für Sie an erster Stelle und Sie möchten die Qualität Ihrer Daunen und Federn untersuchen lassen? WESSLING besitzt das Know-how, Ihre Warenqualität durch Analyseverfahren in unseren unabhängigen Laboratorien nach DIN EN und IDFB zu bestimmen. Unsere hohen Qualitätsstandards wurden durch mehrere Ringversuche des Verbands der Deutschen Daunen- und Federnindustrie (VDFi) und der European Down and Feather Association (EDFA) bestätigt.

Darüber hinaus führt WESSLING Auditierungen und Zertifizierungen nach individuellen Kundenanforderungen wie Lieferantenaudits durch. Als einziges deutsches Prüfinstitut ist WESSLING zudem beim DOWNPASS e.V. gelistet und berechtigt, nach dem Downpass-Standard zu auditieren. Zweck des DOWNPASS-Siegel ist es, durch die Überprüfung von Produzenten und Lieferanten der Daunen- und Federnindustrie einheitliche Standards des Natur-, Umwelt- und Tierschutz zu etablieren und eine rückverfolgbare Lieferkette zu dokumentieren.

   

Ihr Kontakt zum Thema Daunen und Federn

Lisa Hesener
„Mit präziser und schneller Analytik in unseren unabhängigen Laboratorien sowie unseren Angeboten rund um Auditierung und Zertifizierung Ihrer Daunen- und Federnprodukte liefern wir Ihnen den Nachweis über die hohe Qualität Ihrer Waren.“

Daunen und Federn Glossar

Von Corporate Social Responsibility bis Hygiene – unser Glossar von A bis Z gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Fachbegriffe rund um das Thema Daunen und Federn.

B: Bearbeitete Feder

Bearbeitete Feder

Eine Feder wird als bearbeitete Feder bezeichnet wenn sie alle Bearbeitungsprozesse einschließlich Waschen, Trocknen und alle hygienischen Behandlungen durchlaufen hat.

 
C: Corporate Social Responsibility (CSR)

Corporate Social Responsibility (CSR)

Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt den freiwilligen Beitrag eines Unternehmens zur nachhaltigen Entwicklung über die gesetzlichen Forderungen hinaus. Aber auch die gesellschaftliche Verantwortung, die ein Unternehmen übernimmt, nachhaltiges Handeln auf dem Markt, der Umgang mit Mensch und Natur sowie der Austausch mit Interessengruppen gehören zur Corporate Social Responsibility.

 
D: Daunen, DIN EN 12131, DIN EN 12943, DIN EN 1885

Daunen

Als Daunen werden die Untergefieder von Wasserflüglern (Enten und Gänse) bezeichnet – Landgeflügel wie beispielsweise Hühner haben keine Daunen. 

 

Daunen sind eine eigenen Gattung, aus denen sich keine Federn entwickeln. Sie kommen vorwiegend im Brustbereich vor und bilden dort eine wärmeschützende Hülle. Daunen sind ein flockenartiges, dreidimensionales Gebilde mit einem kaum sichtbaren Kern aus dem seidenweiche Härchen mit vielen Verästelungen wachsen. Dank ihrer Form und den Verästelungen entstehen viele Luftpolster, die eine enorme Wärmedämmung bieten. 

Daunen eigenen sich unter anderem hervorragend als Bettdeckenfüllungen, denn neben ihrer isolierenden Eigenschaft sind Daunen, anders als Federn, sehr leicht. Eine einzige Daune wiegt nur zwischen 0,001 - 0,002 Gramm. Für ein Kilo Gänsedaunen werden zwischen 250 000 und 400 000 einzelne Daunen benötigt. 

Um eine Decke als Daunendecke bezeichnen zu können, muss die Füllung mindestens zu 60% aus Daunen sein.

DIN EN 12131

Die Europäische Norm 12131 dient der Bestimmung der „quantitativen Zusammensetzung von Federn und Daunen“. Hier werden die Prüfgeräte, die Schritte von der Probenahme, über die Trennung bis hin zum Prüfbericht definiert.

 

DIN EN 12943

Die Europäische Norm 12934 dient der Kennzeichnung der „Zusammensetzung von fertig bearbeiteten Federn und Daunen als alleiniges Füllmaterial“.

 

DIN EN 1885

Die Europäische Norm 1885 dient der „Benennung und Definition von Federn und Daunen“. Die Benennung und Definition geschieht hinsichtlich der Struktur, Tierart sowie weitere Merkmale – beispielsweise hinsichtlich der Beschädigung.

 
E: EDFA, Eiderdaune

EDFA

European Down and Feather AssociationVerband der europäischen Bettferdern- und Bettwarenindustrie e.V.

 

Der Verband wurde 1980 gegründet und hat seinen Sitz in Mainz. Seine Aufgabe ist es die Interessen der Mitglieder aus der Bettfedernindustrie in Europa nachhaltig zu vertreten.

Eiderdaune

Die Eiderdaune stammt von der Eiderente, welche in den nördlichen Küstengegenden wie Island, Grönland und Nord-Kanada beheimatet ist. Diese besonders hochwertige Daune ist kleiner und leichter als eine Gänse- oder Entendaune, hat aber wesentlich mehr Füllkraft: Für ein Kilo werden zwischen 500 000 und 1 Millionen Eiderdaunen benötigt. Ihre Leichtigkeit und dennoch hohe Wärmedämmung macht sie zu einer einzigartigen natürlichen Füllung für hohen Schlafkomfort. Anders als Gänse- oder Entendaunen sind Eiderdaunen kein Nebenprodukt der Schlachtproduktion. Vielmehr werden sie von zertifizierten Bauern in mühevoller Handarbeit aus den nach der Brut verlassenen Nestern geerntet. Die Eiderente legt mit ihrem Flaum das Nest aus, um die Eier vor der arktischen Kälte zu schützen. Nach der Brutzeit verlässt Sie mit den Küken ihr Nest – zurück in den eigentlichen Lebensraum, das Wasser.

 
F: Federn, Füllkraft Daune, Füllgewicht

Federn

Federn sind der äußere Schutz vor Wasser und Kälte von Vögeln. Hinzu kommt, dass sie dem Vogel als Unterstützung der Flugfähigkeit und Tarnung dienen. Aufgrund ihrer Elastizität und isolierenden Eigenschaft werden die Federn von Wassergeflügel, wie Enten und Gänsen, oft auch als Füllung für Bettendecken und Kissen verwendet. Generell besteht das zweidimensionale Gebilde aus einem Kiel und einer Fahne (die Federnhärchen). Optisch lassen sich Gänse- und Entenfedern an wenigen Merkmalen gut unterscheiden. Gänsefedern sind größer als Entenfedern und laufen am oberen Ende gerade zu – sie sehen von daher oft wie abgeschnitten aus. Entenfedern hingegen sind kleiner und laufen am Ende spitz zu.

 

Füllkraft Daune

Die Füllkraft, auch als Bauschkraft bezeichnet, gibt an wie stark Daunen sich nach einer Belastung wieder in das ursprüngliche Volumen ausdehnen. Gemessen wird diese Kraft in cubic inches (CUIN). Man kann also sagen: Je höher die Füllkraft desto besser die Wärmedämmung. Hochwertige Daunen erreichen eine Bauschkraft von 700-800 cuin. Die Bestimmung der Füllkraft erfolgt nach EN 12130 / IDFB part 1.

 

Füllgewicht

Das Füllgewicht bezeichnet die Füllmasse, die eine Bettware (z.B. Kissen) enthält – ohne die Hülle mit einzurechnen. Das Füllgewicht ist nicht zu verwechseln mit der Füllkraft.

 
G: Gänsefeder

Gänsefeder

Gänsefedern sind gebogen und in der Form gedrungen, dennoch aber größer als Entenfedern. Das Fahnenende einer Gänsefeder sieht aus, als wäre sie oben gerade abgeschnitten worden. Der Kiel einer ausgewachsenen Feder ist stumpf und rund. Am unteren Ende befindet sich meist ein reicher Flaum.

 
H: Hygiene

Hygiene

Die Anforderungen an Hygiene und Reinheit erfolgt nach EN 12935. Dabei wird der mikrobiologische Zustand bewertet. Die Prüfverfahren zur Bestimmung des mikrobiologischen Zustandes sind in der DIN EN 1884 beschrieben.

 
I: International Down and Feather Bureau (IDFB)

International Down and Feather Bureau (IDFB)

Der International Down and Feather Bureau (IDFB) ist ein internationaler Verband der Daunen- und Federnindustrie. Sein Ziel ist es die Reinheit von Daunen und Federn für den Konsumenten sicher zu stellen.

L: Landgeflügel, Lebendrupf

Landgeflügel

Landgeflügel sind u.a. Puten und Hühner.

 

Lebendrupf

Die Gewinnung von Daunen und Federn erfolgt durch Rupfen – eine Ausnahme bildet hier die Gewinnung der Eiderdaune (sie wird aus den verlassenen Nestern eingesammelt).

 

Man unterscheidet zwischen Totrupf und Lebendrupf. Der Lebendrupf darf nur unter Beachtung bestimmter Regeln wie beispielsweise das Europäische Übereinkommen zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen, dem Standard zur Haltung von Rupfgänsen oder den nationalen Tierschutzgesetzen durchgeführt werden. Unsachgemäßer Lebendrupf ist verboten. 

M: Mauser, Mauserrauf, Mikrobiologischer Zustand

Mauser

Als Mauser wird das Abwerfen der Vogelfedern bezeichnet. Der Wechsel des Gefieders wird hormonell gesteuert und geschieht in regelmäßigen Abständen.

 

Mauserrauf

Die Mauser ist ein natürlich statt findender Vorgang, bei das Federvieh seine Gefieder abwirft, da sich eine neue Daunen-/Federschicht bildet. Zu diesem Zeitpunkt kann unter bestimmten Regeln der Mauserrauf vorgenommen werden kann.

 

Mikrobiologischer Zustand

Die Prüfverfahren zur Bestimmung des mikrobiologischen Zustandes sind in der DIN EN 1884 beschrieben.

 
N: Neue Feder

Neue Feder

Im Gegensatz zu einer wiederaufbereiteten Feder, wurde eine neue Feder nach dem Rupfen noch nie als Füllmaterial verwendet.

 
O: Öl- und Fettgehalt

Öl- und Fettgehalt

Die Bestimmung des Öl- und Fettgehaltes erfolgt nach EN 1163 / IDFB part 4. Die Norm beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung der Menge der durch Dichlormethan löslichen Anteile.

 
P: pH-Wert

pH-Wert

Die Bestimmung des pH-Wertes des wässrigen Extraktes erfolgt nach DIN EN ISO 3071 / IDFB part 6.

 
R: Reinheit

Reinheit

Die Anforderungen an Hygiene und Reinheit erfolgt nach EN 12935. Dabei wird der mikrobiologische Zustand bewertet. Die Prüfverfahren zur Bestimmung des mikrobiologischen Zustandes sind in der DIN EN 1884 beschrieben.

 
S: Sauerstoffzahl

Sauerstoffzahl

Die Bestimmung der Sauerstoffzahl erfolgt nach EN 1162 / IDFB part 7. Die Norm beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung der Sauerstoffzahl von Federn und Daunen mittels Titration.

 
T: Totrupf, Traumpass, Trübung

Totrupf

Man unterscheidet bei der Gewinnung von Daunen und Federn zwischen Lebendrupf und Totrupf. Bei dem Totrupf, auch Schlachtrupf genannt, werden die Daunen und Federn vom geschlachteten Federnvieh entfernt.

 

Traumpass

Traumpass ist ein Qualitätssiegel für Produkte, die mit Daunen und Federn gefüllt sind. Die gekennzeichneten Produkte müssten den höchsten Klassen (I und II nach DIN EN 12934) entsprechen.

 

Trübung

Die Bestimmung der Trübung eines wässrigen Extraktes erfolgt nach EN 1164 / IDFB part 6. Die Norm legt ein Verfahren fest, mit dem man fertig bearbeitete Federn und Daunen hinsichtlich ihrer Sauberkeit durch die Bestimmung des Gehaltes an ungelösten und gelösten Bestandteilen im wässrigen Extrakt überprüft.

 
W: Wassergeflügel

Wassergeflügel

Wassergeflügel sind u.a. Gänse und Enten.

 
Z: Zusammensetzung

Zusammensetzung

Die Bestimmung der quantitativen Zusammensetzung von Federn und Daunen erfolgt nach DIN EN 12131 / IDFB part 3 in Verbindung mit der Kennzeichnung der Zusammensetzung von fertig bearbeiteten Federn und Daunen als alleiniges Füllmaterial nah DIN EN 12934.

 

Internationale Präsenz von WESSLING – Wir vor Ort

Unsere internationalen Kunden vertrauen auf die langjährige Erfahrung unserer Fachleute sowie schnelle Analyseergebnisse unserer akkreditierten Labore. Wir bieten einen umfangreichen Vor-Ort-Service durch ein Netz von Standorten in den wichtigsten Produktionsländern – darunter auch China.

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