Zum 4. Mal beste Masterarbeit ausgezeichnet

Mit Thunfisch Studienpreis geangelt

Der Studienpreis für die beste Masterarbeit im Fachbereich Lebensmittelchemie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) geht in diesem Jahr an Alexandra Klußmann. Die internationale WESSLING Gruppe zeichnet ihre Arbeit über den Nachweis verschiedener Thunfischarten aus. Das Unternehmen verleiht den mit 1000 Euro dotierten Preis bereits zum vierten Mal.

 
 
  
Prof. Dr. Hans-Ulrich Humpf (links) von der WWU Münster und Dr. Andreas Finger (rechts) von WESSLING gratulieren Alexandra Klußmann zum Studienpreis Lebensmittelchemie 2017.

„Alexandra Klußmann hat uns mit ihrer Arbeit überzeugt, weil sie eine innovative Idee mit konkretem praktischen Nutzen verfolgt hat“, erläutert Dr. Andreas Finger, Leiter der Division Lebensmittel und Verbraucherprodukte bei WESSLING sowie Lehrbeauftragter an der WWU, die Entscheidung der Jury. Vertreter des Analytik- und Prüfunternehmens und der WWU gratulierten während einer offiziellen Feierstunde herzlich zu der herausragenden Leistung.

Thunfisch im Fokus: Vorteile für Verbraucher, Handel und Umweltschutz

Alexandra Klußmann ließ der Thunfisch bei der Recherche für ihre Masterarbeit nicht los. Sie wollte es genau wissen: Wie kann ich das Fleisch verschiedener Fischarten genauer voneinander unterscheiden? Und welche Vorteile könnten sich daraus für die Umwelt, den Verbraucher und den Handel ergeben? Das schwierige Unterfangen ist ihr gelungen: Anhand der von ihr entwickelten Methode lässt sich überprüfen, ob der im Einzelhandel gekaufte Fisch auch wirklich dem entspricht, was auf dem Etikett steht. Ein Aspekt, der nicht nur für Verbraucher und Handel, sondern auch für den Umweltschutz von großem Interesse ist: Gesetzlich vorgeschriebene Fangquoten könnten so besser kontrolliert werden.

Für ihre Masterarbeit charakterisierte und identifizierte Alexandra Klußmann mittels Hochleistungsflüssigchromatographie / Tandem-Massenspektronomie (HPLC-MS/MS) zunächst artspezifische Eiweißbausteine (Peptidmarker) verschiedener Thunfischarten. Mit diesen gelang es ihr, eine HPLC-MS/MS-Methode zum Nachweis von fünf Thunfischarten in rohem Muskelfleisch zu entwickeln. Diese Methodik könnte in Zukunft – nach Validierung, Bestimmung der Nachweisgrenze und Erweiterung um weitere Thunfischarten – in der Routineanalytik zum Einsatz kommen. Ein enormer Fortschritt, da auf genetischer Ebene bisher keine Unterscheidung dieser Fischarten möglich ist.

Enge Bindung zwischen WESSLING und WWU

WESSLING unterstützt durch die Verleihung des Studienpreises Lehrangebote, Praktika und Plätze für Masterarbeiten den Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis auf verschiedenen Ebenen. Ein enger Kontakt zu Universitäten wie der WWU und Fachhochschulen, die Beteiligungen an Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie die Mitarbeit in DIN- und Fachausschüssen geben dafür wichtige Impulse.