Hochwasser und Verschmutzung von Gewässern
Flüsse, Bäche und Seen bilden einen wesentlichen Teil der Umwelt. 2,4 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands ist Wasserfläche (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2009).
Die nutzungsbedingten intensiven Veränderungen der Gewässer und deren Umfeld haben dazu geführt, dass sich kaum noch ein Gewässer in seinem ursprünglichen Zustand befindet. Ein Problem ist daher die Gefahr des Hochwassers. Im Zuge einer zunehmenden Flächenversiegelung sowie einer fortschreitenden Landnutzung ist die Bedrohung durch Hochwasser ständig gestiegen. Häufigere Starkregenereignisse und andere Wetterkapriolen verstärken diesen Effekt. Somit nimmt der wirtschaftliche Schaden von Hochwasserereignissen ständig zu.
Eine weitere Herausforderung sind die Gewässerverschmutzungen. Einleitungen problematischer Industrie- und Siedlungsabwässer, aber auch diffuse Einträge aus landwirtschaftlich genutzten Bereichen führen zu signifikanten Belastungen der Oberflächenwasserqualität. Zusätzliche Probleme werden durch den Eintrag von Mikroschadstoffen wie z.B. Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln und Arzneimittelrückständen verursacht. Diese Belastungen stellen eine besondere Herausforderung für die Trinkwasserwirtschaft dar, da oftmals die Trinkwassergewinnung aus Uferfiltrat oder direkt aus dem Oberflächengewässer erfolgt.
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