Fischeitest – Ökotoxikologie
Im Rahmen ökotoxikologischer Tests bieten die WESSLING Laboratorien nun ein neues Untersuchungsverfahren im Bereich Early Life Stages (ELS) an. Mit Hilfe befruchteter Eier von Zebrabärblingen (Danio rerio) kann nun die toxikologische Wirkung von Wirkstoffen und Abwässern untersucht werden.
Ökotoxikologische Tests untersuchen die Wirkung auf definierte, von Normen festgelegte Standardorganismen, wie Bakterien, Algen, Daphnien oder Fische. Der Fischeitest ist nach DIN 38415-6 für Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchungen geeignet. Die Entwicklung der befruchteten Eier kann durch Abwasserinhaltsstoffe beeinträchtigt werden. Entwicklungsstörungen und Tod des Fischembryos sind somit ein Kriterium für die toxikologische Bewertung von Abwässern. Der Fischeitest wird in vielen Fällen die als Tierversuche eingestuften Untersuchungen an ausgewachsenen Fischen ersetzen.
Neue Wirkstoffe, die in den Verkehr gebracht werden sollen, bedürfen einer vorherigen ökotoxikologische Risikobewertung. Im Bereich der Chemikalien wird dies durch das Chemikaliengesetz, im Bereich der Pestizide durch das Pflanzenschutzgesetz und im Bereich Biozide durch die EG-Biozidverordnung gefordert. Auch hier können Fischeitests eingesetzt werden. Sie stellen somit eine sinnvolle Ergänzung zu den schon bestehenden Bakterien-, Algen-, Daphnien-, Fischtests dar.
