Von Hightech bis Qualitätssicherung

100 Prozent Vertrauen in perfekte Analysen

Ein sommerlicher Abend in geselliger Runde. Auf dem Grill brutzeln Hähnchensteaks, Würstchen und Schaschlik-Spieße, dazu gibt es Baguette, kühle Säfte und Cola. Fragt sich an diesem Abend irgendjemand, was eigentlich in Fleisch, Cola und Co. steckt? Sicherlich nicht! Aber das ist auch nicht vonnöten. Denn genau das ist die Aufgabe des Produktanalytik-Teams um Heike Schoo.
Wir schauen den Chemielaboranten über die Schulter, wenn sie mit Photometer, Titration oder Enzymen die Lebensmittel detailliert analysieren.
Bevor die Esswaren allerdings ins Labor dürfen, werden sie in einem Vorraum homogenisiert. Von Flips, Chips, Bonbons und Schnitzel ist nach der Aufbereitung nicht mehr viel zu erkennen.
Heike Schoo wartet bereits in dem angenehm kühlen Labor auf die Proben. Bei 35° C Außentemperatur lässt es sich hier gut aushalten. „Das Labor muss für die empfindlichen chemischen Reaktionen eine stetig konstante Temperatur von 20° haben.“
Mit Brille, Handschuhen und Kittel ausstaffiert beginnen die Chemielaboranten ihren Tag. Ganz oben auf dem Plan steht die Prüfmittelkontrolle. Neben dem Check der Kühlschranktemperatur werden auch die Waagen kalibriert. Nach einer kurzen Absprache, wer heute was macht, geht’s im wahrsten Sinne des Wortes ran an den Speck. Denn heute steht die Hydroxiprolin-Analyse auf dem Plan. Was ist das? „Hydroxiprolin kommt in Kollagen und damit maßgeblich im Bindegewebe vor. Ein hoher Gehalt an Hydroxiprolin gilt als Indiz für eine erhöhte Verwendung minderwertiger Rohstoffe“, erklärt die Expertin Heike Schoo, bevor sie die Proben mit Salzsäure aufschließt und hydrolisiert. Mit Reagenzien angefärbt, verwandeln chemische Prozesse wie von Geisterhand das Gemisch in eine knallrote Mixtur. Dann geht’s zum Photometer: Nachdem die Lichtstrahlen die Proben durchkreuzt haben, wird die Extinktion errechnet und notiert. Das Resultat: Absolut exakte Werte, die die gnadenlose Einhaltung genau definierter Grenzen fordern. Heike Schoo deutet auf die Extinktionsgerade am Monitor: „Leichte Abweichungen sind erlaubt. Werden diese überschritten, ist unser Sachverstand gefragt. Notfalls wird das ganze Verfahren eben wiederholt.“
Sichere und zuverlässige Werte sind aber dank top-ausgebildeter Chemiker und moderner Hightech-Geräte der Regelfall.
Auch den Ionen und Molekülen, die Säfte und Eiweißprodukte sauer oder süß machen, kommen Heike Schoo und ihr Team auf die Spur. PH-Elektroden machen es möglich, den Säuregehalt zu reproduzieren und quantitativ messen.
Im Labor haben Sicherheit, Sauberkeit und Qualität bei der umfangreichen Analyse aller Parameter oberste Priorität. Wie genau wird das in der tagtäglichen Arbeit erreicht? „Erstens durch die Einhaltung der Vorschriften, die uns von der QS-Abteilung für Qualitätssicherung vorgegeben werden. Dazu gehört auch die regelmäßige Prüfmittelüberwachung. Zweitens  durch die QS - Schulung, die jeder Neuling zu Beginn seiner hiesigen Arbeitszeit erhält. Und drittens mit Hilfe der Kontrollkarten. Unsere Messergebnisse werden dort täglich eingetragen. Die Karten werden anschließend an die QS-Abteilung gereicht und dort noch einmal von den Sachbearbeitern überprüft. So können wir immer sofort erkennen, ob unsere Geräte einwandfrei funktionieren und die Probenaufarbeitung einwandfrei durchgeführt wurde.

Der Arbeitstag neigt sich dem Ende entgegen und das gesellige Miteinander unter den Kollegen ist fühlbar wärmer als das kühle Klima im Labor. Heike Schoo lächelt: „Mit so vielen netten und jungen Leuten macht die Arbeit richtig Spaß.“ Und was außerdem? „Der Beruf ist super interessant! Schließlich esse ich ja jeden Tag und möchte auch wissen, was.“
Quality of Life – dank Heike Schoo und ihrem Team wird dieses Motto Realität..