Bonfol

Sanierung Sondermülldeponie

Die Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol zählt zu den größten Projekten dieser Art in Europa. In der ehemaligen Tongrube lagerten in den sechziger und siebziger Jahren die Basler Chemische Industrie, der Kanton Bern, das regionale Gewerbe sowie die Schweizer Armee rund 114 000 Tonnen Sonderabfälle ab. 1976 wurde die Deponie stillgelegt und mit einem Tondeckel versehen. Inzwischen ist das Sanierungsprojekt Bonfol zu einer Baustelle der besonderen Dimension im schweizerischen Kanton Jura geworden. Das Areal ist so groß wie vier Fußballfelder. Im Zentrum steht eine riesige Aushubhalle, eine der größten freitragenden Hallenkon­struktionen der Schweiz mit neun Stahlbögen von 150 Metern Spannweite. WESSLING als einer der führenden Analytik- und Beratungsdienstleister in Europa ist von der bci Betriebs-AG mit der Durchführung der geplanten Feststoff- und Wasseranalysen sowie Luft-Emissionsmessungen beim Sanie­rungsprojekt beauftragt worden. Zur Durchführung hat das Expertenteam der bci Betriebs-AG Spezi­alfirmen als Partner gewonnen, um den komplexen Projektanforderungen in allen Bereichen gerecht zu werden. Die Sanierung muss ökologisch sinnvoll sein und höchsten Umwelt- und Sicherheitsstandards entsprechen. WESSLING hat für mindestens vier Jahre ein Labor auf der Baustelle eingerichtet, primär für die Staub­messungen und zur Analyse von Abluftproben (u.a. GC-MS-Screening). Außerdem kann das Vor-Ort-Labor für weitergehende Analysen auf leichtflüchtige Substanzen in Luft und Wasser genutzt werden.

Im Rahmen eines umfassenden Monitoring-Programms zur Wasserqualität wird vor, während und nach der Sanierung Grund- und Oberflächenwasser aus dem Um­feld der ehemaligen Deponie regelmäßig in WESSLING-Laboratorien analysiert. Das aus dem Deponiekörper austretende Sickerwasser wird gefasst und in einer Abwas­ser-Reinigungsanlage aufbereitet. Auch hier ist Wessling schon seit 2007 für die Analysen zur Steuerung und Überwa­chung der Sickerwasser-Reinigung tätig. Feststoffproben aus dem Deponiedeckel, den Zwischendämmen, dem Deponiesaum sowie aus der Deponiebasis werden von Wessling im Hinblick auf eine Wieder­verwertung oder Entsorgung respektive auf die Einhaltung der Sanierungsziele auf zahlreiche Schadstoffe hin analysiert.

Am Abluftkamin misst WESSLING während der Sanierung kontinuierlich die Emis­sion an Gesamtkohlenstoff. Darüber hinaus wird in der Hallenabluft regel­mäßig der Staubgehalt bestimmt. Im Falle erhöhter Staubemissionen kommen Schadstoffanalysen (Schwermetalle, organische Schadstoffe) des Staubs hinzu. Die gereinigte Abluft wird darüber hinaus regelmäßig auf ihren eventuellen Dioxingehalt hin untersucht. Außerdem führt WESSLING regelmäßige Abluft-Screenings durch.

Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten im Jahr 2015 soll das Gelände wieder aufgeforstet werden.

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